Musikfreunde Penzberg

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Ländliche Konzerte Penzberg
Programm 2018


Liebe Freunde der Musik,
wir freuen uns, Ihnen auch in diesem Jahr wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm bieten zu können und möchten Sie gerne auf unsere nächste Veranstaltung hinweisen:

Sonntag, 16. Dezember 2018 - 16.30 Uhr - Stadtpfarrkirche Christkönig Penzberg

Joseph Haydn
DIE SCHÖPFUNG


mit:

Judith Spiesser – Sopran
Nikolaus Pfannkuch – Tenor
Thomas Stimmel - Baß
Vocalensemble Penzberg
Sinfonieorchester im Pfaffenwinkel
Ltg. Günther Pfannkuch



„Die Schöpfung"  von Joseph Haydn, eines der berühmtesten Oratorien der Klassik – uraufgeführt 1798 in der Musikstadt Wien - bildet den Abschluss unseres Konzertjahres 2018.
Nach dem Vorbild Händels schuf Haydn eines seiner großartigsten Werke und eines der wichtigsten Kompositionen seiner Zeit. Große Besetzung mit Solisten, Chor, Trompeten, Pauken, Flöten, Oboen, Hörnern, Posaunen und Streichern ist bei diesem festlichen Konzert zu hören.
Es ist ein Bekenntnis zu Gott dem Schöpfer, zur Natur und zum Menschen. Es ist ein Werk der Aufklärung noch lange vor der Evolutionstheorie von Charles Darwin, ein spannendes Bild der philosphisch tiefen Gedankenwelt zu Haydns Zeit. In verblüffender, gewitzter und bisweilen sehr hintersinniger Vielfalt schuf damnals der geniale und weltberühmte Komponist völlig neue, malerische Klangfarben im Zusammenhang mit der Vorstellung der Entstehung der Welt, fast schon als visionärer Vorgriff auf unsere heutigen modernen Forschungen: die Musik beginnt mit einem musikalischen Urknall…
Der Mensch wird als schön, würdig, mit Mut, Weisheit und Stärke begabt dargestellt und zugleich wird auf die Gefahren unseres Daseins hingewiesen, wenn „…falscher Wahn euch nicht verführt noch mehr zu wünschen als ihr habt…". So ist die „Schöpfung" Haydns auch philosophisch betrachtet, durchaus hochaktuell und nicht „nur" ein wunderbares, überaus festliches und prachtvolles Werk, das unmittelbar nach seiner aus allen Nähten platzenden Uraufführung am 13. März 1799 im Wiener Burgtheater seinen musikalischen Siegeszug in ganz Europa begann.

Für unsere Aufführung am dritten Advent in der Pfarrkirche Penzberg Christkönig konnten mit Judith Spiesser – Sopran, Nikolaus Pfannkuch – Tenor und Thomas Stimmel - Baß, renommierte Gesangssolisten gewonnen werden.

Die Solisten:

Judith Spiesser  -  Sopran
Judith Spiesser wurde in Grafelfing bei München geboren und absolvierte ihr Gesangsdiplom bei Prof. Wolfgang Brendel an der Hochschule fur Musik & Theater in München. Bereits wahrend Ihres Studiums konzertierte sie bei renommierten Festivals wie dem Donizetti-Festival in Bergamo, bei den Simon-Mayr-Festtagen und beim Festival Junger Künstler in Bayreuth im Markgräflichen Opernhaus. Sie erhielt Liedunterricht bei Helmut Deutsch und vervollständigte ihre Ausbildung mit Meisterkursen bei Lioba Braun und Marlis Petersen.
2009 gab die Sängerin ihr Debut in Qatar als Königin der Nacht in der „Zauberflöte", begleitet vom Qatar Philharmonic Orchestra.
In der Spielzeit 2012/13 gehörte Judith Spiesser dem Ensemble des Mecklenburgischen Landestheaters Neustrelitz an und war dort u.a. als Anna Gomez in „Der Konsul", Belotte in „Madame Pompadour", Lisa in „Gräfin Mariza" und als Königin der Nacht in der „Zauberflöte" zu hören, welche sie laut Presse „mit virtuoser Attacke und blitzsauberer Höhensicherheit bravourös meisterte...(...)".
Ab der Spielzeit 2013/14 arbeitete sie auf eigenen Wunsch freiberuflich und gastierte direkt im Anschluss als Germaine in der Operette „Tanz auf dem Pulverfass" von G. A. Kerker am Stadttheater Gießen. In 2014/15 gab sie am Pfalztheater Kaiserslautern ihr überaus erfolgreiches Rollendebüt als Gilda in „Rigoletto", woraufhin sie als Einspringer in der Rolle der Königin der Nacht ans MIR in Gelsenkirchen geholt wurde. Für 2015/16 erhielt Judith Spiesser ein Engagement als Konstanze in "Die Entführung aus dem Serail" am Landestheater Bregenz, was sie aufgrund der Geburt ihrer Tochter Anfang 2016 nicht antreten konnte.
In der Spielzeit 2017/18 gab die Sängerin ihr Rollendebüt als Lucia di Lammermoor in der gleichnamigen Oper von Donizetti bei den Burgfestspielen in Passau und wurde daraufhin für die Hauptrolle in der Oper Liliom von Johanna Doderer ans Tiroler Landestheater engagiert für die kommende Spielzeit 2018/19. Aktuell gastiert sie als Königin der Nacht in `Die Zauberflöte´ am Theater Krefeld.
Das Konzertrepertoire der gefragten Sängerin umfasst Werke wie Händels „Messias", „Exsultate, Jubilate" von Mozart und das „Deutsche Requiem" von Brahms. Letzteres sang sie neben Wolfgang Brendel im Herkulessaal der Residenz, live übertragen vom Bayerischen Rundfunk. Bei den Herrenchiemsee Festspielen und dem Rheingau Festival sang sie im Sommer 2015 unter der Leitung von Baron Enoch zu Guttenberg (+2018) in Schumanns Das Paradies und die Peri.
Judith Spiesser ist Stipendiatin beim Richard Wagner Verband in Bayreuth.

Nikolaus Pfannkuch  –  Tenor
Der 1989 in Penzberg in Oberbayern geborene Tenor erhielt mit 16 Jahren seinen ersten Gesangsunterricht und wurde 2006 in die Bayerische Singakademie, einer Forderstiftung des Freistaates fur junge Sanger, aufgenommen.
Nach dem Bachelorstudium bei Reginaldo Pinheiro und dem Masterstudium bei Katharina Kutsch an der Hochschule fur Musik in Freiburg im Breisgau studiert er derzeit im Konzertexamen bei Katharina Kutsch und Markus Eiche ebenda.
Meisterkurse, unter anderem bei Brigitte Fassbaender, Ton Koopman, Pauliina Tukiainen, Kai Wessel und Francois-Xavier Roth erganzen seine Ausbildung.
Im November 2015 sang er die Partie des Eurillo in A. Scarlattis Oper „Gli equivoci nel sembiante" im Hessischen Staatstheater Wiesbaden.
Im Rahmen der Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker 2016 im Theater Baden-Baden trat er als Cecco in Haydns dramma giocoso "Il Mondo della Luna" auf.
In Produktionen der Opernschule der Freiburger Musikhochschule spielte er u.a. den Contino Belfiore in Mozarts Oper „La Finta Giardinera" sowie den Cavaliere Giocondo in Rossinis melodramma giocoso „La pietra del paragone".
Im Theater Freiburg stand er als Testo in Monteverdis „Combattimento di Tancredi e Clorinda", sowie als Roderich de Weert in der Operette „Der Vetter aus Dingsda" von Eduard Kunneke in Co-Produktionen des Theaters mit der Hochschule auf der Bühne.
In der Saison 2017/2018 spielte er im Badischen Staatstheater Karlsruhe den Tenor Tony Candolino in dem Schauspiel „Meisterklasse" von Terrence McNally.
Seit der Saison 18/19 ist er Mitglied des Chores des Bayerischen Rundfunks.
Einen hohen Stellenwert in seinem Repertoire haben neben dem Liedgesang und der Oper auch Oratorien wie Handels „Messias" und „Saul", Haydns „Schopfung" und „Jahreszeiten", Mendelssohns „Lobgesang", Keisers „Markuspassion", Bachs „Weihnachtsoratorium" und seine Passionen und Kantaten.

Thomas Stimmel  –  Baß,
gilt als einer der überragenden Sänger seiner Generation: Der Schüler von Thomas Quasthoff ist längst ein gefragter Interpret, dessen Repertoire vom Barock bis zur Moderne reicht.
2019 wird er erneut unter der Leitung von Philippe Herreweghe auf Tour sein. Zuletzt debütierte er bei der Styriarte in Graz als Rocco in Beethovens Fidelio unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada. Im Juni 2018 war Stimmel Solist der Uraufführung des „Requiem für Syrien" von George Alexander Albrecht unter der Leitung von Michael Sanderling bei den Dresdner Musikfestspielen. Albrecht hatte ihm bereits 2015 die Uraufführung seiner Buchenwald-Gesänge im Nationaltheater Weimar anvertraut.
Stimmel ist ein charaktervoller Sänger mit Wiedererkennungswert. Seiner außergewöhnlich schönen Stimme hat er in der Ausbildung eine hervorragende Technik hinzugefügt. Eine Basis, die er als kluger und empfindsamer Interpret zu nutzen weiß: Sein Farbenreichtum ist faszinierend, die Sprachbehandlung perfekt.
Einen Schwerpunkt seiner künstlerischen Aktivitäten widmet Stimmel dem Lied und wird dabei begleitet von Pianisten wie Helmut Deutsch und Eric Schneider. Mit Liese Klahn (auf historischem Hammerflügel) nahm er zuletzt Schuberts Schwanengesang auf. Unter dem Titel „Roots/Wurzeln" hat Stimmel mit dem Pianisten Philipp Vogler und dem Ensemble Eroica Berlin eine vielbeachtete CD mit Werken dunkelhäutiger Komponisten vorgelegt. Beim MDR Leipzig erscheint demnächst ein Liedprogramm, das er gemeinsam mit der Sopranistin Julia Sophie Wagner und Eric Schneider aufgenommen hat.

Operngastspiele führten Thomas Stimmel bislang unter anderem ans Theater Gießen, an die Slowenische Nationaloper in Maribor, das Teatro Municipal in Santiago de Chile oder das Théâtre du Capitole in Toulouse.


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Karten zu € 28.- / 23.-/ 17.- / 13.-

Mitglieder der Musikfreunde Penzberg u. Umgebung e.V. erhalten 4.-€  Ermäßigung
Schüler und Studenten 6.-€ Ermäßigung


Kartenvorverkauf für alle Konzerte :  
Buchhandlung Rolles - Tel.: 08856 4344
Gelbes Blatt - Tel.: 08856 9140     

 
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